1. Prolog: Im Staatsarchiv

Meine eigene Beschäftigung mit dem wissenschaftlichen Fach Geschichte begann im Wintersemester 1991, als ich an der Universität Wien im Rahmen des damals noch kombinationspflichtigen Diplomstudiums im Erstfach Geschichte und im Zweitfach Volkskunde inskribierte. Damals gab es folgende Studienmöglichkeiten:

 

  • das einschlägig kombinationspflichtige Lehramtsstudium „Geschichte und Sozialkunde“ (Mindeststudiendauer neun Semester);
  • das variabel kombinationspflichtige Diplomstudium „Geschichte“  (Mindeststudiendauer acht Semester);
  • das Doktoratsstudium der Geschichte (Mindeststudiendauer vier Semester).
  • Daneben existierte an der Universität Wien noch eine Sache, von der ich gerade nur wusste, dass es sie gab, und die nannte sich „Ausbildungskurs des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung“ (Dauer sechs Semester) - was es damit auf sich hatte, blieb mir zunächst völlig fern.

 

Nach dem Abschluss des Diplomstudiums entschloss ich mich noch zu einem Doktoratsstudium der Geschichte, das ich im Sommersemester 1995 begann und im Sommersemester 1997 abschloss. Sowohl für die Diplomarbeit als auch für die Dissertation, die beide militärgeschichtliche Themen des 19. Jahrhunderts behandelten, verbrachte ich jeweils etliche Monate mit umfangreichen Quellenrecherchen im Österreichischen Staatsarchiv, wobei ich insbesondere zahlreiche Archivalien aus der Abteilung Kriegsarchiv benutzte.