Post bekommen!

Am 30. April 2010 habe ich wieder einmal eine Nachricht über das Mail-Formular der Website erhalten. Ich möchte dazu vorneweg ausdrücklich anmerken, dass ich bei namentlich gezeichneten Zuschriften von Studierenden am IÖG oder deren Angehörigen sowie auch interessierten Personen außerhalb des IÖG vor der Veröffentlichung einer Zuschrift stets nachfragen würde, ob der Betreffende damit einverstanden ist, und ohne seine ausdrückliche Einwilligung von einer Wiedergabe auf jeden Fall absehen würde.

Da in diesem Falle die verwendete E-Mail-Adresse von Kaspersky Internet-Security als „Verdächtiger Absender“ eingestuft wurde, habe ich darauf verzichtet, auf die Anfrage in direktem Wege zu antworten. Da es sich außerdem mit Ausnahme der Nennung des Geschlechts (und eines nicht verifizierbaren Kosenamens, den ich ebenfalls nicht anführe) um eine völlig anonyme Zuschrift handelt, erlaube ich mir daher, dieselbe eins zu eins wiederzugeben:

 

Ich finde Ihre Website unter jeder Kritik.

Selbst bin ich sehr gerne am IfÖG und schätze viele der Mitarbeiter dieser Institution sehr. Natürlich gibt es, wie in jedem Institut, Personen, die auch mir nicht gefallen. Und natürlich gibt es verkrustete Strukturen und auch Herrn Prof. Stelzer habe ich geduldig "ertragen" (ich bin weiblich). Es gibt aber in der Mehrheit sehr nette Menschen dort, die sich sehr enagiert mit Problemen jeder Art auseinandersetzen und die Studenten nach besten Wissen und Gewissen unterstützen.

Aus Ihrer Wesite kann ich nur entnehmen, wie einsam Sie sein müssen und welch trauriges Leben Sie offenbar führen.

In diesem Sinne: Ich hoffe SEHR, dass Sie baldigst rechtliche Schwierigkeiten bekommen.

 

 

Was soll ich dazu bloß sagen? Meine Website muss wohl wirklich „unter jeder Kritik“ sein, denn irgendeine Form von inhaltlicher Kritik an den von mir wiederholt gebrachten Kernaussagen (die ja wohl auch nicht so schwer zu verstehen sind, oder etwa doch – bitte um Hinweise!) habe ich bisher nicht gehört.

Aber zu welcher Traurigkeit müsste man wohl tatsächlich herabsinken, um es als Studierende/r (also eigentlich doch irgendwie als aufgeschlossener Mensch) anscheinend für normal oder gar für erstrebenswert zu halten, drei Jahre lang unter „verkrusteten Strukturen“ zu verleben und dieselbe Zeit lang einen komplexbeladenen Professor nur deshalb „ertragen“ zu müssen, um von ihm dann bei der Prüfung eine ausreichend leicht lesbare Schrift zugeschanzt zu bekommen? Vielleicht verfügt auch einfach bloß nicht jeder Mensch über die gleiche Selbstachtung, aber wenn es noch einer Bestätigung meiner Thesen bedurft hätte, so wäre sie damit wohl mehr oder weniger erbracht.

Und in diesem Sinne müsste ich selbst dann wohl hinzufügen: Ich hoffe sehr, dass ich baldigst (bevor alle Betroffenen weggestorben sind) rechtliche Schwierigkeiten bekomme, denn was könnte wohl aus heutiger Sicht und mit jetzigem Wissen interessanter sein, als die ganze Bande, Gesicht für Gesicht, in einem schönen großen Gerichtssaal wiederzusehen! Man könnte dazu die Prüfungsakten des IÖG der letzten paar Jahrzehnte herbeiholen, eventuell ein paar unabhängige hilfswissenschaftliche Experten hinzuziehen und vielleicht auch ein paar Reporter dazu einladen. Nebenbei könnte eine solche Veranstaltung allenfalls auch Gelegenheit sein, das Wissenschaftsministerium einmal zu veranlassen, seine sämtlichen Unterlagen und Aufzeichnungen über alle bisherigen Vorkommnisse und Beschwerden über das IÖG offenzulegen, damit die Öffentlichkeit einmal ein klares Bild davon erhält, welche Machenschaften hier jahrzehntelang auf Kosten der Allgemeinheit betrieben wurden. Ich persönlich bin da sehr flexibel – und letztlich ist das nun eben einmal das Wesen der Wissenschaft: Ich stelle meine Thesen zur Diskussion und lasse mich gerne öffentlich widerlegen – wenn es einer kann! 

 

Sehr geehrte Dame!

Sollte Ihr Statement wider Erwarten doch nicht ganz ernst gemeint gewesen sein (weil Sie möglicherweise vielleicht bloß anbändeln wollten), so nehme ich das oben Gesagte mit Bezug auf Ihre Person natürlich zurück. In diesem Falle senden Sie mir doch einfach eine zweite Nachricht auf Basis einer unverdächtigen E-Mail-Adresse (und schicken Sie vielleicht auch irgendwie ein Foto mit – vielen Dank)!

E.Z.