Offizielle Darstellung und mediale Rezeption
Am 8. Februar 2010 wurde auf der Website des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung die Ablöse in der Direktion des IÖG durch offiziellen Empfang des neuen Leiters auf höchster Ebene (gerade erst am 26. Jänner 2010 hatte die steirische Juristin und Rechtsprofessorin in Graz Beatrix Karl, die das IÖG bisher bestenfalls vom Hörensagen kannte, den bisherigen Minister Johannes Hahn abgelöst) mit folgendem Text (und unter Beigabe von Fotos des Treffens Karl - Winkelbauer) bestätigt:
Thomas Winkelbauer neuer Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung
Beatrix Karl empfängt Winkelbauer – „bringt langjährige Erfahrung mit, steht für Kontinuität und neue Impulse“
Mit 1. Februar 2010 wurde Thomas Winkelbauer zum neuen Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) bestellt. Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl empfing Winkelbauer zu einem Gespräch. „Thomas Winkelbauer bringt langjährige Erfahrung mit“, verweist die Ministerin auf Winkelbauers bisherige Tätigkeiten. „Er kennt das Institut für Österreichische Geschichtsforschung seit vielen Jahren. Winkelbauer steht für Kontinuität, seine Ziele für die kommenden Jahre versprechen aber auch neue Impulse“, betont Beatrix Karl. So ist bspw. eine ganze Reihe an neuen Publikationsprojekten in Vorbereitung, weiters bemüht sich Winkelbauer um verstärkte Kooperationen mit Institutionen der historischen Grundlagenforschung im In- und Ausland.
Der bisherige Direktor des IÖG, Univ.-Prof. Dr. Karl Brunner, ist mit 30. September 2009 in den Ruhestand getreten. Mit der interimistischen Leitung wurde dessen Stellvertreter a.o. Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwarz betraut. Die Ministerin dankt Karl Brunner für dessen langjähriges, engagiertes Wirken am IÖG.
Das 1854 gegründete Institut für Österreichische Geschichtsforschung ist eine nachgeordnete Dienststelle des BMWF und im Hauptgebäude der Universität Wien untergebracht. Die Schwerpunkte der Forschungs- und Publikationstätigkeit des IÖG liegen traditionell in den so genannten Historischen Hilfswissenschaften (Paläographie, Urkundenlehre etc.), in der Quellenkunde und in der Quellenedition, aber auch in der Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte sowie in der Österreichischen Geschichte vom Mittelalter bis 1918. Weiters bildet das IÖG Archivarinnen und Archivare aus. Seit 2008 betreut das Institut zudem gemeinsam mit der Universität Wien das fünfsemestrige Masterstudium „Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft“. Derzeit hat das IÖG 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Winkelbauer wurde 1957 in Wien geboren. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Nach der Promotion 1984 absolvierte er den Ausbildungskurs am IÖG und legte die Staatsprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Berufliche Stationen als Universitätsassistent, Assistenzprofessor und Außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Geschichte der Universität Wien (Dienstzuteilung an das Institut für Österreichische Geschichtsforschung) folgten. Auslandserfahrung sammelte er u.a. als Gastwissenschafter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig. Seit 1. Mai 2007 ist Winkelbauer Universitätsprofessor für Österreichische Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Wien. Mit 1. Februar 2010 wurde er zum Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung bestellt.
Der auf der Website des BMWF publizierte und allgemein ausgesendete Text wurde einerseits unverändert vom APA-Originaltextservice zur weiteren Verbreitung übernommen („Rückfragehinweis: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Mag. Elisabeth Grabenweger, Tel.: +43/1/53120-9014, E-Mail: elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at“), andererseits brachte am Tag darauf das APA-Medium „ZukunftWissen“ noch die folgende Nachricht:
Uni Wien: Institut für Geschichtsforschung unter neuer Leitung
Wien APA - Der Historiker Thomas Winkelbauer (52) ist zum neuen Direktor des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) bestellt worden. Er folgt in dieser Funktion auf Karl Brunner, der im Vorjahr in den Ruhestand getreten ist. Für Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) steht Winkelbauer sowohl für Kontinuität als auch für neue Impulse wie die verstärkte Kooperation mit Institutionen der historischen Grundlagenforschung im In- und Ausland, hieß es in einer Aussendung.
Winkelbauer wurde am 14. März 1957 in Wien geboren und studierte in seiner Heimatstadt Geschichte und Politikwissenschaft. Nach der Promotion 1984 absolvierte er den Ausbildungskurs am IÖG und legte die Staatsprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Auslandserfahrung sammelte er u.a. als Gastwissenschafter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in Leipzig. 1998 habilitierte er sich für das Fach Österreichische Geschichte an der Uni Wien, seit 2007 ist er dort Universitätsprofessor am Institut für Geschichte. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die Geschichte der Habsburgermonarchie sowie der böhmischen und österreichischen Länder in der Frühen Neuzeit, die Herrschaftsverwaltung, Grundherren und Untertanen, Grundherrschaft sowie die bäuerliche Gemeinde in Niederösterreich und Mähren in der Frühen Neuzeit.
Archivar-Ausbildung
Das 1854 gegründete Institut für Österreichische Geschichtsforschung ist eine nachgeordnete Dienststelle des Wissenschaftsministerium und im Hauptgebäude der Universität Wien untergebracht. Die Schwerpunkte seiner Forschungs- und Publikationstätigkeit liegen in den Historischen Hilfswissenschaften (Paläographie, Urkundenlehre etc.), in der Quellenkunde und der Quellenedition, aber auch in der Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte sowie in der Österreichischen Geschichte vom Mittelalter bis 1918. Außerdem bildet das 30 Mitarbeiter umfassende IÖG Archivare aus und betreut gemeinsam mit der Uni Wien das fünfsemestrige Masterstudium "Geschichtsforschung, Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft".
… womit die Allgemeinheit somit nun umfassend und erschöpfend informiert ist, denn, wie die Website von APA-ZukunftWissen ihrem Leser verspricht: “Kompetenz und Know-how der APA-Redaktionsteams sichern die Grundversorgung mit Wissenschafts- und Bildungsinformationen für alle interessierten Gruppen, für die Medien und in weiterer Folge für die Öffentlichkeit.”